Mit großer Sorge beobachtet man in Rom, daß neuerdings zunehmend kommunistische Gedanken der von Kairo ausgehenden Propaganda beigemischt werden. Das schwarze Proletariat, das im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung Afrikas im Wachsen begriffen ist, zeigt sich für diese Ingredienz empfänglich. Es gibt in Französisch-Westafrika bereits eine einflußreiche, von den Kommunisten beherrschte Gewerkschaftsorganisation. Doch auch, in der dünnen Schicht der Neger-Intellektuellen findet die von Kairo servierte ideologische Mischung Anklang.
Die bei der Propaganda Fide zusammenlaufenden Informationen lassen Moskaus Planarbeit erkennen. Die Kommunisten unterhalten in Westafrika mehrere Werbebüros. Nach Auskünften des apostolischen Vikariats in Dakar befinden sich ständig Afrikaner zur Ausbildung in Moskau und Prag. In Algerien ist, nach Berichten der Unitä, Moskaus Einfluß bei den Aufständischen sehr stark. In Marokko, sind es bezeichnenderweise radikale mohaminedanische Gruppen, die Propaganda für den Kommunismus machen. Zum erstenmal seit vielen Jahren kommen jetzt Mohammedaner aus der Sowjetunion nach Mekka. In Libyen, im Sudan und sogar in dem zu einem Drittel christlichen Abessinien entwickeln die sowjetischen Gesandtschaften eine ungewöhnliche kulturpolitische Aktivität. Der sowjetischen Gesandtschaft in Addis-Abeba ist ein „Kulturzentrum" und eine Ärzte-Mission mit 400 Mann Personal angegliedert.
Mohammed und Stalin
In Rom hält man den Islam auf die Dauer für besonders anfällig für den Kommunismus, weil Mohammeds Religion den sich in Afrika zuspitzenden sozialen Problemen ziemlich indifferent gegenübersteht. Nach Berichten von Missionären wird die rote Infiltration durch den Materialismus der in Afrika lebenden Europäer gefördert.
Auch die führenden Kreise konservativer Mohammedaner in Marokko, Tunesien und neuerdings in Jordanien und Saudi-Arabien beobachten diese Entwicklung mit Sorge.
Dienstag, 9. September 2008
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