Um die Vertreter des Online-Dschihad außer Gefecht zu setzen, nutzt der „Joker“ eine eigens kreierte Software. Sie lässt die dschihadistischen Internet-Plattformen innerhalb weniger Minuten zusammenbrechen und schaltet sie ab. Wie lange die Terrorseiten offline bleiben, entscheidet der „Joker“ selbst.
WELT ONLINE: Wenn Sie sich selbst beschreiben müssten: Wer sind Sie?
Joker: Ich bin ein ehemaliger Militärangehöriger. Das ist alles, was ich verraten kann.
WELT ONLINE: Was machen Sie genau?
Joker: Ich will die Internetaktivitäten der Dschihadisten stören. Sie haben begriffen, dass sie sogenannte „home-grown-Terroristen“ komplett über das Internet rekrutieren, ausbilden und steuern können. Die Web-Rekrutierung zielt auf junge, technisch versierte Muslime ab, die iPod-Generation. Wenn diese Internetseiten nicht mehr vertrauenswürdig sind, sinkt die Zahl der potenziellen Rekruten. Aus sicherheitsrelevanten Gründen wäre es dumm von mir, zu viele Informationen über mich preiszugeben.
WELT ONLINE: Warum greifen Sie gezielt islamistische Internetseiten und Foren an?
Joker: Ich greife Websites an, die Dschihad-Propaganda, Rekrutierung, Ausbildung und Organisation betreiben. Sie stellen nicht nur eine Bedrohung im Internet dar, sondern auch die größte Einzel-Bedrohung für die reale Welt. Macht man diese Methoden der Terror-Kommunikation unzuverlässig, werden sie nutzlose, ineffektive Werkzeuge.
Joker: Hauptsächlich weil kein anderer die Bedrohung ernst nimmt. Es gibt viele Blogger und Sicherheitsanalysten, die einen guten Job bei der passiven Berichterstattung machen, aber ich bevorzuge eine direktere Herangehensweise. Dass ich jeden Angriff twittere, dient dazu, die Moral der Webseiten-Betreiber zu untergraben. Außerdem macht es die Antiterror-Behörden auf sie aufmerksam.
WELT ONLINE: Sind Ihnen die politischen Ereignisse in den realen Konflikt-Gebieten bekannt oder interessieren Sie sich nur für die Internet-Bedrohung?
Joker: Als Ex-Soldat weiß ich sehr genau, was in den Konfliktgebieten passiert. Seit ich nicht mehr auf der Gehaltsliste der Regierung stehe, begreife ich immer stärker, dass das Internet sehr schnell die nächste Frontlinie wird – ein sehr reales Schlachtfeld. Die Bedrohungen im Internet sind oft identisch mit denen in der realen Welt, weil das Internet mehr und mehr in die Infrastrukturen und Geschäftssysteme integriert wird. Diese werden die nächsten Ziele von Terroristen sein, mit hohem Wert und wenig Risiko für die Angreifer.
WELT ONLINE: Gab es ein bestimmtes Ereignis, das Ihr Interesse ausgelöst hat, Dschihad-Websites zu attackieren?
Joker: Nein, es gab kein bestimmtes Ereignis. Mit Blick auf die Nachrichten habe ich bemerkt, dass immer mehr inländische Terrorpläne von radikalisierten Bürgern des jeweiligen Ziellandes ausgeführt wurden. Ich kam zum Schluss, dass sie über das Internet rekrutiert, ausgebildet und gesteuert werden, denn es ist billig und relativ sicher. Also begann ich, ein wenig nachzuforschen. Der Rest ist Geschichte.
WELT ONLINE: Welche war die erste Dschihad-Website, die Sie abstürzen ließen?
Joker: Das erste Ziel war die Website der afghanischen Taliban. Sie diente dazu Propaganda zu verbreiten und zu gewaltsamem Dschihad aufzurufen. Ich habe die Seite am 1. Januar 2010 das erste Mal abgeschaltet. Seit dieser Zeit machen mich viele Leute auf Websites aufmerksam, die ich dann auf ihre Gefährlichkeit überprüfe, bevor sie auf meiner Hit-Liste landen.
Tripolar effective hedonist,
I. Vöcklabruck "Migrants Welcome Service"(Language drill,Cross-cultural musical improvisation,Word-, EXCEL-, Web-classes;
Unsecured Microcredits;
Joint joggings);
II: "So viel Sprachen du sprichst, so oft mal bist du Mensch" (E. Seidenbusch)
III: "Fiddle on the Roof and elsewhere"
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Um die Vertreter des Online-Dschihad außer Gefecht zu setzen, nutzt der „Joker“ eine eigens kreierte Software. Sie lässt die dschihadistischen Internet-Plattformen innerhalb weniger Minuten zusammenbrechen und schaltet sie ab. Wie lange die Terrorseiten offline bleiben, entscheidet der „Joker“ selbst.
WELT ONLINE: Wenn Sie sich selbst beschreiben müssten: Wer sind Sie?
Joker: Ich bin ein ehemaliger Militärangehöriger. Das ist alles, was ich verraten kann.
WELT ONLINE: Was machen Sie genau?
Joker: Ich will die Internetaktivitäten der Dschihadisten stören. Sie haben begriffen, dass sie sogenannte „home-grown-Terroristen“ komplett über das Internet rekrutieren, ausbilden und steuern können. Die Web-Rekrutierung zielt auf junge, technisch versierte Muslime ab, die iPod-Generation. Wenn diese Internetseiten nicht mehr vertrauenswürdig sind, sinkt die Zahl der potenziellen Rekruten. Aus sicherheitsrelevanten Gründen wäre es dumm von mir, zu viele Informationen über mich preiszugeben.
WELT ONLINE: Warum greifen Sie gezielt islamistische Internetseiten und Foren an?
Joker: Ich greife Websites an, die Dschihad-Propaganda, Rekrutierung, Ausbildung und Organisation betreiben. Sie stellen nicht nur eine Bedrohung im Internet dar, sondern auch die größte Einzel-Bedrohung für die reale Welt. Macht man diese Methoden der Terror-Kommunikation unzuverlässig, werden sie nutzlose, ineffektive Werkzeuge.
WELT ONLINE: Was ist Ihre Motivation?
Joker: Hauptsächlich weil kein anderer die Bedrohung ernst nimmt. Es gibt viele Blogger und Sicherheitsanalysten, die einen guten Job bei der passiven Berichterstattung machen, aber ich bevorzuge eine direktere Herangehensweise. Dass ich jeden Angriff twittere, dient dazu, die Moral der Webseiten-Betreiber zu untergraben. Außerdem macht es die Antiterror-Behörden auf sie aufmerksam.
WELT ONLINE: Sind Ihnen die politischen Ereignisse in den realen Konflikt-Gebieten bekannt oder interessieren Sie sich nur für die Internet-Bedrohung?
Joker: Als Ex-Soldat weiß ich sehr genau, was in den Konfliktgebieten passiert. Seit ich nicht mehr auf der Gehaltsliste der Regierung stehe, begreife ich immer stärker, dass das Internet sehr schnell die nächste Frontlinie wird – ein sehr reales Schlachtfeld. Die Bedrohungen im Internet sind oft identisch mit denen in der realen Welt, weil das Internet mehr und mehr in die Infrastrukturen und Geschäftssysteme integriert wird. Diese werden die nächsten Ziele von Terroristen sein, mit hohem Wert und wenig Risiko für die Angreifer.
WELT ONLINE: Gab es ein bestimmtes Ereignis, das Ihr Interesse ausgelöst hat, Dschihad-Websites zu attackieren?
Joker: Nein, es gab kein bestimmtes Ereignis. Mit Blick auf die Nachrichten habe ich bemerkt, dass immer mehr inländische Terrorpläne von radikalisierten Bürgern des jeweiligen Ziellandes ausgeführt wurden. Ich kam zum Schluss, dass sie über das Internet rekrutiert, ausgebildet und gesteuert werden, denn es ist billig und relativ sicher. Also begann ich, ein wenig nachzuforschen. Der Rest ist Geschichte.
WELT ONLINE: Welche war die erste Dschihad-Website, die Sie abstürzen ließen?
Joker: Das erste Ziel war die Website der afghanischen Taliban. Sie diente dazu Propaganda zu verbreiten und zu gewaltsamem Dschihad aufzurufen. Ich habe die Seite am 1. Januar 2010 das erste Mal abgeschaltet. Seit dieser Zeit machen mich viele Leute auf Websites aufmerksam, die ich dann auf ihre Gefährlichkeit überprüfe, bevor sie auf meiner Hit-Liste landen.
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